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12:54

Die Zukunft ist arm

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Von Karolin Schwarz

Auf wenig bin ich so schlecht vorbereitet wie auf die Altersvorsorge. Allein bin ich damit allerdings nicht, ein Großteil meiner Freund*innen resigniert bei diesem Thema ebenfalls. Die meisten teilen ein diffuses Gefühl des Ausgeliefertseins: „Egal, was ich anstelle, reichen wird’s sowieso nicht.“

Die Freischaffenden unter ihnen sorgen nicht vor und sind einfach froh, wenn sie ihre Miete zahlen können. Von denen, die fest angestellt sind, zahlen die einen nur die gesetzlichen Abgaben und die anderen versuchen, sich zusätzlich zu den Pfllichtabgaben mit einem bunten Mix aus privaten Altersvorsorgen für die Zukunft abzusichern. Nur eine von ihnen nutzt die Riester-Rente – eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die schon seit geraumer Zeit umstritten ist, weil sie als zu kompliziert und wenig lukrativ gilt. Keine*r von meinen Freund*innen redet gern über die Rente – ein gemeinsamer Ausflug zum Zahnarzt wäre wohl für die meisten angenehmer gewesen.

Dabei ist das Thema hochaktuell: Migrant*innen, Alleinstehende und Geringqualifizierte, darunter insbesondere Frauen, bekommen zu wenig Rente. Derzeit im Durchschnitt etwa 57 Prozent weniger als Männer – bei Betrachtung der selbst erworbenen Ansprüche über die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge. Frauen sind im Alter daher häufiger armutsgefährdet als Männer, mit rund 16 Prozent gegenüber zwölf Prozent. Für alleinstehende Frauen ist das Armutsrisiko sogar doppelt so hoch wie für Männer.

Die Gründe für die geringeren Bezüge von Frauen in der Rente sind vielfältig.

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